Für uns, die wir an den Ufern des Flusses Menai leben, gehören die Ebbe
und die Flut des Atlantiks zum Alltag, denn zweimal am Tag füllt das Meer
den Durchbruch, der die Grenze zwischen Môn und Arfon bildet, und
zieht das Wasser wieder ab. Uns in Arfon prägt dieser Fluss, vor allem bei
Flut; bei Ebbe, wenn seine blaue Tinte verblasst, droht der Menai unsere
nackte Existenz zu leugnen.
Ich sage „Fluss“, aber der Menai ist gar kein richtiger Fluss, denn sein
Wasser ist salzig. Eigentlich ist er ein Kanal, ein Meeresarm, etwa eine
Meile breit und zwanzig Meilen lang, der Caernarfon Bay im Westen
mit Conway Bay im Osten verbindet. Sein Bett ist instabil, verändert
sich stetig, da der Meeressand von den starken Strömungen und
Gegenströmungen hin- und herbewegt wird. Es ist ein gefahrvoller Ort für
Schiffe und Menschen.
Mit meinem zwiespältigen Gefühl, was diesen Fluss betrifft, der uns tagein
tagaus daran erinnert, wie weit wir gehen können, bin ich wahrscheinlich
ein typischer Caernarfoner. Wir sind ihm dankbar dafür, dass er sich
zwischen uns und die Farmer im Flachland von Môn schiebt. Wir sind
ihm dankbar dafür, dass er die Welt in unsere alte Stadt bringt, dass er
uns vertrauter mit Hamburg, Bordeaux, Sydney und Valparaiso als mit
den Bergdörfern am Snowdon gemacht hat; und dafür, dass er unseren
verwöhnten Gaumen Öl und Wein und feinen Pfeifentabak bringt.
Nur wenige Covies, wie wir uns selbst nennen, haben den Menai je selbst
befahren, und wohl nur wenige hätten den Wunsch dazu, bedenkt man
die schrecklichen Schiffbrüche der Vergangenheit.
Die Lotsen des Menai waren ein Menschenschlag für sich, verglichen mit
den Durchschnittscovies, und nur einer überlebte bis zu meiner Zeit. Sein
Name war Abram Janeiro Jones.
Sein Vater war Maat auf der New World II gewesen, und der Sohn
– stark, mit rosigen Wangen – kam im Hafen von Rio zur Welt. Die Mutter
erkrankte auf der Heimreise von Brasilien nach Wales und starb auf dem
Atlantischen Ozean. Sein Vater hatte seine Lektion gelernt. Er gab die
Schifffahrt auf und wurde Lotse auf dem Menai, wie schon vor ihm sein
Vater und sein Großvater. Sein Sohn lernte das Lotsenhandwerk von der
Pieke auf.
Eben dieser Sohn, Abram Janeiro Jones, war der letzte Vertreter der
ehrenvollen Linie der Menai-Lotsen. Mochte ein Schiff die rauesten Meere
der Welt durchpflügt haben, mochten die Kaimauern Liverpools endlich in
Sichtweite liegen – für die letzte, gefahrvolle Strecke, die Enge zwischen
Môn und Arfon, brauchte man stets den Menai-Lotsen.
Heutzutage kommen nur noch wenige Frachtschiffe über diesen Weg.
Der Verkehr auf dem Menai besteht jetzt aus Ausflugsbooten. Janeiro war
seit Jahren ohne Arbeit, wollte sich nicht dazu herablassen, Yachten zu
lotsen. Soweit man weiß, hatte er keine Kinder in die Welt gesetzt, aber
er hatte sein Handwerk halbwegs einem Nachbarsjungen beigebracht,
damit jemand da war, der zumindest mit den kleinen, weißen glänzenden
Booten zurechtkam.
Ein, zwei Jahre fischte er in der Caernarfon Bay nach Schollen, dann hatte
er die monotonen flachen Gewässer satt und warf seine Netze in der
Enge von Abermenai bis auf den Grund des Meeres aus.
Zu guter Letzt fand er Arbeit als Wärter der Caernarfon Estuary Bridge,
wo der Fluss Saint die Berge ins Meer trägt. Sobald ein Schiff Zeichen
gibt, werden die Fußgänger angehalten, und die Brücke teilt sich in zwei
Hälften und öffnet sich, um das Boot in den städtischen Hafen hereinoder
herauszulassen.
Janeiro wohnte in dem Brückenwärterhäuschen, im Zwielicht von
Alun Woods. Jeden Tag saß er vor der Tür seines Hauses, vor ihm
die Bootsmasten am Kai wie ein Wald, und zwischen ihm und dem
städtischen Marktplatz lag der Eagle Tower der Burg. Immer wenn ein
Boot Signal gab, erhob er sich von seinem Stuhl und ging ins Haus,
um auf den roten Knopf zu drücken, der die Brücke teilte. Wenn das
Boot durchgefahren war, drückte er den grünen Knopf, und die Brücke
kehrte wieder an ihren Platz zurück, damit die Fußgänger den Flussarm
überqueren konnten.
Janeiro selbst überquerte die Estuary Bridge nur selten, um in die Kneipe
oder in die Stadt zu gehen. Eigentlich wusste niemand so recht, wovon
er eigentlich lebte. Manche behaupteten, sie hätten ihn frühmorgens
beim Geschrei der Austernfischer am Foryd Beach entlang spazieren
sehen, und dass er sich von Herzmuscheln und Strandschnecken und
Krabbenscheren ernährte. Sie behaupteten, er rauche Seegras in seiner
Pfeife und trinke Meerwasser. Natürlich wagte niemand, sich ihm zu
nähern. Er war ein Mensch, der sich selbst genug war.
Und dennoch – so wie ein Junge, dessen Wurzeln auf dem Festland
liegen, manchmal das befremdliche Verlangen verspürt, zur See zu
fahren, hatte ich von dem Moment an, als ich ihn zum ersten Mal sah, den
Wunsch, auf der Woge dieses Mannes der Meere zu segeln. Und so kam
es: ich, ein Junge von zehn Jahren, überquerte die Estuary Bridge, um zu
dem Spielplatz auf der anderen Seite zu gelangen, und im Zwielicht von
Alun Woods sah ich die Silberknöpfe seiner Jacke schimmern. Sie zogen
mich an wie ein Leuchtturm.
Er sah mich nicht kommen. Seine Augen waren aufs Meer gerichtet und
hatten einen abwesenden Blick. Waren sie blau? Oder spiegelte sich der
Menai in ihnen wider?
Erst im allerletzten Moment drehte er sich um und sah mich, schmächtig,
entschlossen, zwischen ihm und der Burg, auf sich zu kommen. Er wurde
sehr aufgeregt. Nie werde ich sein Brüllen vergessen, noch das Brennen,
als der Knoten im Seil mein nacktes Bein peitschte, während ich bereits
rückwärts über die Brücke zu entkommen versuchte.
Jahrelang wagte ich es nicht mehr, den Flussarm zu überqueren: weder
Mr. Whippys Eiswagen, noch die Sommerkirmes in Foryd, noch die
Aussicht auf Küsse von Mädchen in Alun Woods konnten mich dazu
verleiten, die Brücke zu überqueren und ins Blickfeld von Janeiro zu
geraten. Dennoch wusste ich natürlich die ganze Zeit, dass er da war,
dass er vor der Tür seines Hauses gegenüber der Burg mit abwesendem
Blick auf mich wartete.
Erst als ich in den Stimmbruch kam, mir ein paar Stoppeln am Kinn
wuchsen, und als wir angefangen hatten, in der Anglesey Tavern zu
trinken, wagte ich mich wieder in seine Nähe. Es war mein letztes Jahr in
Caernarfon. In der Sir Hugh School hatte ich in Erdkunde geglänzt, und
ich war fest entschlossen, auf die Liverpool University zu gehen und in
diesem Fach mein Diplom zu machen.
Meine Hausarbeit während der Osterferien hatte den Menai zum Thema.
In der Stadtbücherei und dem Archiv der Victoria Docks fand ich jede
Menge Material. Allmählich kannte ich mich immer besser mit dem Lauf
des Menai aus: der Struktur der unsteten Ufer, den Bewegungen des
Wassers bei Ebbe und Flut, den Stellen, an denen der Grund besonders
felsig war, den Strudeln, wo die Fahrrinnen und Untiefen lagen, als
auch mit der besonderen Anordnung der roten und grünen Bojen in
einem Fluss, der zwei Mündungen hat. Ich erfuhr auch viel über die
Menschen, die vom Menai gelebt hatten: Fischer, Seeleute, Schmuggler,
die Besitzer von Steinbrüchen, und die Fährmänner der Flachboote von
Abermenai, Tal y Foel und Moel y Don. Ich sah das Leben, das er in sich
trug: Makrelen, Heringe, Schollen, Krabben und Hummer, Herz- und
Miesmuscheln und unzählige andere Geschöpfe und Pflanzen, aus denen
unseren Vorteil zu ziehen wir noch nicht gelernt hatten …
Meine Arbeit machte gute Fortschritte. Aber irgendwie hatte ich das
Gefühl, dass etwas fehlte, eine persönliche Note. Damals war mir noch
nicht in den Sinn gekommen, Janeiro zu fragen.
Es war Karfreitag, als ich den Marktplatz hinter mir ließ und um die Burg
herumging, um an den Kai zu gelangen. Hier, zwischen der Estuary
Bridge und der Anglesey Tavern, versammelten sich die alten Seeleute,
um dem Menai ihren Tribut zu zollen. Ich interviewte sie ausführlich, und
sie waren nur allzu bereit, sich über den „River Caernarfon“ auszulassen;
besonders, wenn ein Pint dabei heraussprang.
Sie wurden sogar recht munter bei diesen Erzählungen über den Menai,
teils Erinnerungen, teils Gerüchte: die irischen Piraten aus Carrickfergus;
das Schmugglerschiff, das dem Zöllner entkommen wollte und in
Caernarfon Bay zerschellte; der alte betrunkene Balladensänger, der sich
immer am Slate Quay herumtrieb; die „Seifenreste“, die man aus Dublin
importierte, um daraus Dünger für die Gärten von Arfon herzustellen; die
Kinder, die mit Seilen die Schoner an der Kaimauer entlang zogen; die
alljährliche Regatta im August; die Zeit, als noch ein Dampfschiff die Stadt
mit der Insel Môn verband. Sie erzählten vom Wrack der Speranza, der
Mon Amour und der HMS Conway, und von dem Tag, an dem die Queen
of the Sea unweit Melynog Beach auf Grund lief und zwanzig Passagiere,
achtzig Schweine, zwei Kühe und eine Tonne Butter in den Fluten
versanken.
Für einen Jungen aus der Stadt hörten sich die Namen der Orte entlang
des Menai aus ihrem Mund wie die Namen ferner Städte an: Mussel
Bank, Belan, Limehouse, Melynog Beach und Wild Beach, Frydan Rock
und Cribiniau, die Insel Gored Goch, Pwll Fanogl, der Felsen Craig y Pwll
und schließlich Pwll Ceris selbst.
„Pwll Ceris!“ unterbrach ich.
Auf einmal wurden alle still. Little Îf und Sven tranken aus ihren
Biergläsern, und Deio fing an, Streichhölzer an seiner Hose anzuzünden.
Ihre Blicke und Stimmen senkten sich.
„Bis auf den Grund wirst du nicht vorstoßen, mein Junge…“
„Das ist unser Bermudadreieck.“
„Es heißt, auf dem Grund sei eine Festung.“
„Ker Is“, sagte Little Îf, der aus der Bretagne kam.
„Wir jedenfalls verwenden den englischen Namen – The Swellies.“
„Es heißt“, sagte Paddy, „dass erst ein Mensch auf dem Grund der
Swellies gewesen ist.“
Aus dem Gemurmel heraus vernahm ich den Namen Abram Janeiro
Jones, und in dem Moment blickten alle auf und sahen hinauf zu dem
Brückenwärterhäuschen.
„In dessen Nähe wagt sich sowieso niemand.“
„Und wenn ich mich traue?“ sagte ich und sah, wie Sven sich
verschluckte.
„Wenn du das machst, Kumpel, bist du weg vom Fenster!“
„Selbst in den Swellies ist es sicherer als in seiner Nähe.“
Alle lachten nervös, jeder kippte ein Glas Whiskey.
Erst als die Männer zum Abendessen nach Hause gegangen waren,
wagte ich mich auf die Brücke. Ich sah Janeiro, der von seiner Haustür
aus beobachtete, wie ich mich näherte. Ich schloss die Augen und ging
weiter. Das Seil umschlang meine Beine – ich hielt den Kurs. Die
Schlaufe legte sich um mein Bein, der Knoten schnürte sich enger
um mein Fußgelenk – ich hielt den Kurs. Als ich den plötzlichen
Ruck verspürte, war ich darauf gefasst hinzufallen und mit dem Kopf
aufzuschlagen.
Ich erwachte vom Klang einer schimpfenden Stimme.
„Hast getrunken, was, kleiner Scheißer!“
Der Lotse packte mich am Genick und schleifte mich, nicht, wie erwartet,
zurück auf die Estuary Bridge, sondern zum Strombrecher auf der rechten
Seite, wo das Schild Achtung Lebensgefahr hing, und wo die Jungen aus
der Stadt ihre Mutproben im Springen absolvierten.
„Komm wieder, wenn du nüchtern bist...“, sagte Janeiro, und ehe ich
mich versah, wurde ich gestoßen. Ich spürte meinen Körper wie eine
Ankerkette durch die Luft fliegen und das verdreckte Wasser des Menai
über mir zusammenschlagen.
Nachdem ich wieder aufgetaucht und zur Treppe des Floating Restaurant
geschwommen war, den Seetang von meinen Fußgelenken abgestreift
hatte, wie ein begossener Pudel über den Marktplatz gelaufen war,
nachdem meine Mutter mich ins Gwynedd Hospital gefahren hatte,
damit ich mir eine Spritze geben ließ, und nachdem ich schließlich
mein Notizbuch getrocknet hatte, in dem die Wörter der Seeleute alle
ineinander verschwommen waren, bedachte ich noch einmal Janeiros
Worte.
„Komm wieder, wenn du nüchtern bist...“
Ostersamstag also überquerte ich erneut die Brücke und trat den Weg
zum Lotsen an.
„Drei Versuche dem Walisen!“ rief er mir trocken von der Haustür aus zu.
„Drei?“
„Du bist vor Jahren schon mal hier gewesen.“
Ich wurde rot.
„Ich wollte Sie nach den Swellies fragen.“
„Warum?“
„Hausaufgaben.“
„Ach so.“
Pause.
„Ich nenne sie immer bei ihrem walisischen Namen“, sagte der Lotse.
„Pwll Ceris.“
Wieder wurde ich rot.
„Ich habe gehört, dass Sie …“
„Komm morgen wieder“, unterbrach mich Janeiro. „Wenn du Manns
genug bist.“
Überglücklich querte ich die Estuary Bridge. Auf halbem Weg schlossen
sich plötzlich die Tore zur Brücke, und ich blieb abrupt stehen.
Der Boden unter meinen Füßen schwankte, und als nächstes sah ich,
dass sich die Brücke teilte, und dass ich mich mit ihr bewegte. Genauer
gesagt, ich bewegte mich mit der Hälfte der Brücke, und mein Blick
weitete sich zu einem Panorama, reichte vom Eagle Tower der Burg,
vorbei an der Anglesey Tavern, bevor er auf dem Menai ruhte, und
darüber hinaus, auf die beiden Bäume in Môn, zwischen denen, an
Sommerabenden von Golden Gate aus gesehen, die Sonne untergeht.
Doch weder Boot noch Masten kamen näher! Ich drehte mich zum
Brückenwärterhäuschen, und da stand, im Türrahmen, Janeiro und
lachte, bis ihm die Tränen kamen.
„Wünsche gute Aussicht!“ rief er und verschwand im Haus.
Eine Viertelstunde lang blieb ich dort oben, zwischen zwei Ufern
schwebend, unter mir trieben die Königsschwäne. Vielleicht hockte ich
noch immer dort oben, wenn nicht eine Busladung Touristen angerückt
wäre, die einen Spaziergang machen wollten, was Janeiro zwang, den
grünen Knopf zu drücken und mich in die Freiheit zu entlassen.
Während meine Mutter am Ostersonntag in der Kirche war, überquerte
ich die Estuary Bridge ein drittes Mal in dieser Woche. Ich sah, wie sich
Janeiro die Pfeife anzündete, während ich mich ihm näherte, und als ich
neben ihm stand, erfüllte der Rauch des Seegrases die ganze Umgebung,
und der Lotse fing an zu erzählen.
„Pwll Ceris“, sagte er, „hat einen schlechten Ruf bei allen, die behaupten,
sie würden es kennen …“
Er riss mir den Kugelschreiber aus der Hand und warf ihn weg.
„Pwll Ceris hat einen schlechten Ruf“, fing er erneut an. „So war es schon
immer. Es war das Verhängnis der Kelten, der Römer und der Wikinger!
Wenn wir es umfahren könnten, wir hätten es bereits vor Jahrhunderten
getan. Aber die Hauptrinne des Menai führt mitten durch den Scheißort.“
„Pwll Ceris steckt voller Inseln und Felsen, viele mit bloßem Auge
sichtbar, ebenso viele gut versteckt. Es gibt Abschnitte mit steinigen
Untiefen, und unmittelbar daneben tiefe, tiefe Pfuhle, durch die die Strudel
aufsteigen.
Hinzu kommt die Enge des Pwll Ceris. Auf der einen Seite die steinigen
Ufer des Arfon, auf der anderen den Cribiniau und Craig y Pwll-Felsen,
die wie Rasierklingen aufragen. Zwischen den beiden gibt es nur eine
schmale Lücke, und der Wasserlauf an der Stelle ist rasend schnell.
Zu allem Übel können durch die Bäume auf der Arfon-Seite urplötzlich
Windböen wehen, und dein Boot schert heftig aus.“
„Verstehst du den Zusammenhang der Gezeiten des Menai, mein Junge?
Dass die Flut auf der einen Seite durch den Abermenai-Durchbruch
hereinkommt? Von der anderen Seite an Puffin Island vorbei, und dass sie
im Menai, nicht weit von Bangor, zusammenstoßen?
Junge, Junge! Diese Gezeiten machen alles noch viel komplizierter. Denn
Pwll Ceris lässt sich nur während der Flaute nach der Flut passieren,
wenn genügend Wasser in der Rinne ist, um die Felsen zu umschiffen,
aber ehe die Strömung sich gegen dich richtet. Und selbst dann darf man
keine Zeit verlieren. Man hat nur wenige Minuten, bevor die Ebbe wieder
einsetzt. Hast du mich verstanden?
Deswegen sind wir so wichtig“, fuhr er fort. „Wir Lotsen. Wir kennen Pwll
Ceris seit Generationen! Wir sind damit aufgewachsen. Früh hat man uns
beigebracht, wo man langfahren darf und wo nicht, wann man fahren darf
und wann nicht, und wie viel Tiefgang ein Boot haben sollte, je nach den
unterschiedlichen Gezeiten …“
Ich sah, wie er den Daumen seiner rechten Hand dazu benutzte, den
Tabak in seinem Pfeifenkopf zusammenzudrücken, und ich sah den
schwarzen Fleck auf dem Daumen, als er in die Tasche fasste, um sein
Feuerzeug hervorzuholen. Er zog heftig, als er sich die Pfeife
anzündete, und beim Raucheinziehen blähten sich seine Backen und
fielen wieder zusammen.
„Ja, ja, es gab mal eine Zeit, da war die ganze Welt von uns abhängig! Du
musst wissen: Die größten Schiffe der Welt fuhren auf dem Menai. Wären
wir nicht gewesen – die Saukerle hätten mit ihrer wertvollen Fracht keinen
Cent verdient…“
„Sie wurden respektiert.“
„Wurden?“ sagte er beleidigt.
Ich senkte den Blick, und er fiel auf das Loch in Janeiros Schuh, durch
das ich das nackte Fleisch sehen konnte. Es berührte mich seltsam. Als
ich den Blick wieder hob, hatte sich der Lotse abgewandt und schaute
aufs Meer.
„Respektiert? Das möchte ich meinen. Und was haben wir davon? Nichts!
Kein Wort des Dankes, nur ein Handschlag vom Kapitän, und wenn etwas
schief ging, waren wir schuld … “
„Du musst wissen, dass meine Vorfahren nichts mit ins Grab nahmen als
ihren Namen und ihren guten Ruf. Keiner, der ihrer gedenkt, außer mir.
Hier.“
„Ich bin auch hier!“
„Ja“, sagte der Lotse gedehnt.
Sein Gesicht wurde plötzlich faltig, als hätte der Wind die See aufgewühlt.
Der Mund stand halb geöffnet, und die Pfeife hing schlaff zwischen den
Lippen.
Ich dachte, Janeiro stünde kurz vor einer Offenbarung, doch schliesslich
hielt ich den gequälten Ausdruck in seinem Gesicht nicht mehr aus.
„Haben Sie deswegen aufgegeben?“
„Ich wurde nicht dazu erzogen, später mal Ausflugsboote zu lotsen. Dafür
habe ich mein Zeugnis bei der Handelskammer nicht gemacht.“
„Aber deswegen die Tradition brechen…?“ beharrte ich.
„Sie wurde gebrochen, ohne mein Zutun!“ Er verlor die Fassung. „Und
außerdem hatte ich keinen…“
„Bringen Sie es mir bei!“
Janeiro schluckte schwer.
„Ich möchte gerne Lotse werden!“ sagte ich und beugte mich vor.
Janeiro jedoch stand abrupt auf und zwang mich zurückzuweichen.
„Die Arbeit des Lotsen ist heutzutage nutzlos. Die Bay ist viel zu
verschlickt, als dass noch große Schiffe durchfahren könnten.“
„Was ich nicht begreife“, hob ich meine Stimme, um ihn davon
abzuhalten, einfach wegzugehen, „warum wenden Sie Ihr Wissen nicht
an, um etwas anderes damit zu machen: den Menai zu vermessen, Kabel
quer durch zu verlegen, oder von mir aus über den Fluss zu schreiben…
Das kann jeder!“
Als ich meinen Arm ausstreckte, um auf die Estuary Bridge zu zeigen,
wusste ich, dass ich zu weit gegangen war. Janeiro sah mich an, und wie
eine kalte Welle schwappten seine Worte über uns.
„Du kleiner Scheißkerl!“ sagte er und ging ins Haus.
Ich wartete über eine halbe Stunde lang, bis er endlich zurückkam.
„Jemand hat gesagt, sie seien in Pwll Ceris gewesen.“
„Wer hat das gesagt?“ Der Lotse war immer noch verärgert.
„Die Seeleute sagen das.“ Mit einem Kopfnicken deutete ich hinüber
zu der Kneipe auf der anderen Seite der Brücke. „Paddy, Sven und die
anderen.“
„Hast geklatscht mit denen, was? Schon gemerkt, dass ihre Hintern die
Kaimauern weichgesessen haben?“
Ich sah ihn wortlos an.
„Und was hatten die faulen Säcke noch so zu sagen?“
„Nichts weiter… Nur, dass Sie bei den Swellies waren.“
„Bin ich nie gewesen“, sagte Janeiro nach einer Weile. „Aber ich weiß,
was auf dem Grund ist.“
Diesmal hatte er sich nicht hingesetzt.
„Und ich verrat´s dir nicht, Freundchen, damit du später mit den kleinen
Aasgeiern über mich lachen kannst.“
„Ich würde mich nie…“
„Und überhaupt – warum findest du das nicht selbst heraus? In deiner
Schule gibt es doch bestimmt ein schlaues Buch darüber, oder nicht?“
„Ich bin nicht hergekommen, damit man sich über mich lustig macht“,
sagte ich.
Ich rappelte mich auf und ging. Auf halbem Weg bedauerte ich es schon
wieder, und als das Seil ausblieb, das mein Bein peitschte, keine Schlinge
sich um mein Fußgelenk legte, kein Anziehen des Knotens zu spüren war,
der mich zu Boden warf, fluchte ich leise.
Ich erreichte die Estuary Bridge, als freier Mensch, mit einem Gefühl der
Beklommenheit.
Gerade wollte ich einen Fuß auf die Brücke setzen, da schlossen sich
plötzlich die Tore und hinderten mich am Weitergehen.
Ich drehte mich um und sah Janeiro lächeln.
„Es ist eine andere Welt!“ rief er, als ich wieder auf ihn zuging. „Auf dem
Grund von Pwll Ceris liegt eine unglaubliche Welt! Eine bunte Welt, von
der wir nichts wissen!“
Ich setzte mich hin und hörte zu, lange. Janeiro war in seinem
Element, erzählte von den herrlichen Geschöpfen des Menai.
Von Wellhornschnecken und Napfschnecken, Herzmuscheln und
Miesmuscheln, von verschiedenen Seetangsorten; auch von Seeteufeln
erzählte er, von Hummern, Krabben, rotäugigen Krabben, Garnelen,
Seeigeln und Quallen. Er erzählte von bunten Schwämmen und
Seeanemonen, die rosa, rot und violett waren, von gefiederten Anemonen
und blutroten Seesternen.
„Nie weiß man, was einen erwartet“, sagte Janeiro. „Morgen kann alles
schon wieder anders sein, denn die Welt auf dem Grund des Pwll Ceris ist
nie die gleiche.“
Er wandte sich mir zu und wollte gerade weitererzählen, da wurde er von
dem rüden Lärm eines Ausflugsbootes, das nach dem Brückenwärter rief,
unterbrochen. Ich sah, wie Janeiro schauderte. Er stand auf und taumelte
ins Haus.
Die Brücke öffnete sich, und mühelos glitt die Yacht aus dem Hafen von
Caernarfon hinaus auf den Menai. Die Brücke schloss sich wieder, und ich
machte mich auf den Weg.
„Meine Mutter wartet auf mich…“
„Deine Mutter… ja…“
„Vielen Dank für die Informationen.“
„Ja“, wiederholte Janeiro.
Ich hielt ihm meine Hand hin, aber er nahm sie nicht.
Mein Gang über die Estuary Bridge verlief ohne Hindernisse. Die Tore
schlossen sich nicht, als ich die Brücke betrat, sie schlossen sich nicht
auf halbem Weg, und sie schlossen sich auch nicht, als ich die andere
Seite erreichte und von der Estuary Bridge herabtrat und dem weiten
Eingangstor des Eagle Tower gegenüberstand.
Ich kehrte nicht über den Marktplatz nach Hause zurück. Stattdessen
ging ich an der Kaimauer entlang, vorbei an der Anglesey Tavern, auf
das Golden Gate zu, um den Menai und Janeiro weiter im Blickfeld zu
behalten. Bevor ich durch das Golden Gate schritt, schaute ich über
die Schulter nach hinten und sah den Lotsen vor seiner Haustür stehen,
den Blick aufs Meer gerichtet, und die Silberknöpfe an seiner Jacke
schimmerten wie ein Leuchtturm im Zwielicht von Alun Woods.
Ich winkte, aber er erwiderte mein Winken nicht.
Ich ging nicht noch einmal zu Abram Janeiro Jones. Warum, weiß ich
auch nicht. Jedenfalls nicht deswegen, weil er mir zum Abschied, bevor
ich das Golden Gate durchschritt, nicht gewunken hatte, und auch nicht,
weil er mich beschimpft hatte, als er wütend gewesen war.
Tatsächlich war es so, dass in den folgenden Wochen andere Dinge
meine volle Aufmerksamkeit verlangten, Prüfungen hauptsächlich. Für
meine Hausarbeit bekam ich eine gute Note – die beste in ganz Wales. An
meinem achtzehnten Geburtstag, Mitte August, wurde mir ein Sparbuch
ausgezahlt, das bei meiner Geburt angelegt worden war. Meine Mutter
legte noch etwas dazu, und so konnte ich losfahren und mir ’die Welt
ansehen’.
Als ich wieder heimkehrte, wurde es Zeit, das Studium aufzunehmen,
denn ich hatte einen Platz im Fachbereich Geografie in Liverpool
zugewiesen bekommen.
Erst in meinem letzten Studienjahr hörte ich wieder etwas von Janeiro. Es
war meine Mutter, die es mir erzählte.
Kurz nach Ostern erreichte mich ein Brief von ihr. Die Tatsache allein war
nicht weiter verwunderlich, denn sie schrieb mir regelmäßig, erkundigte
sich nach meinem Wohlergehen und berichtete Neues über die Nachbarn
in der Stadt. Dieser Brief war nicht viel anders, allerdings war ihm ein
Artikel aus dem Caernarfon and Denbigh Herald beigelegt.
Der Artikel enthielt einen recht detaillierten Bericht über ein
Schiffsunglück, das sich zu Ostern auf dem Menai zugetragen hatte. Zu
der Zeit hatte ich nicht weiter auf die Nachrichten geachtet, da ich ganz in
meiner Arbeit aufging, daher verschlug der Artikel mir jetzt den Atem.
Die Indefatigable war eine alte sechziggeschützige Fregatte. Ich kannte
sie gut. Es war ein Schulschiff, auf dem junge Seeleute das Navigieren
und Planimetrie erlernten. Um das Schiff vor den Luftangriffen auf
Liverpool zu schützen, war es während des Zweiten Weltkriegs auf den
Menai verbracht worden. Dort lag es in einem kleinen Hafen unweit Plas
Newydd, westlich der Britannia Bridge, vor Anker, Heimat und Schulschiff
für Generationen von Seekadetten.
Das Unglück ereignete sich, als das Schiff zur Überholung in ein
Trockendock nach Liverpool gebracht werden sollte. Es verfügte über
keine Motoren, und um es fortzubewegen, war man auf die natürlichen
Strömungen der Gezeiten und auf zwei Schlepper angewiesen. Es
bedeutete, dass die Reise Richtung Osten sehr viel gefahrvoller werden
würde als umgekehrt die Reise Richtung Westen fünfzig Jahre zuvor. Und
die Indefatigable durch Pwll Ceris zu bugsieren, jene schreckliche Meile
zwischen Britannia Bridge und Menai Bridge, war ebenfalls kein Leichtes.
Sorgfältige Planung war nötig, aber vor allem Erfahrung und Fachwissen
über die Fahrrinnen und die Tiden. Zur Überraschung und Freude der
Organisatoren erklärte sich der erfahrenste Lotse des Menai, so der
Herald, Abram Janeiro Jones, bereit, das Schiff durch den Menai zu
führen, gemeinsam mit dem Kommandierenden Kapitän, Captain J. E. A.
Quinn.
Nach Rücksprache mit Dr. Knight vom Bidston Observatorium wurde
entschieden, die Indefatigable während der Flut der Frühlings-
Tagundnachtgleiche auslaufen zu lassen.
Der Lotse bat um einen dritten Schlepper, für den Fall das etwas schief
laufen würde. Captain Quinn lehnte ab, zwei Schlepper reichten, sagte er,
um sie ´spielend durchzuschleusen.´
Sonntag, der 14. April, war der große Tag, der zweite von insgesamt drei
Tagen mit den höchsten Wasserständen bei Flut im Frühjahr. Nach der
Flut galt es, die Flaute abzuwarten, bevor man in Pwll Ceris einfahren
konnte. Die Flaute würde nur fünf Minuten währen, danach würde sich die
Flut wieder Richtung Westen bewegen.
Um 8 Uhr 20 machte sich die Indefatigable auf die Reise, und um 8 Uhr
45 kam sie westlich der Britannia Bridge zum Stehen. Hier wurde sie mit
den zwei Schleppern in Position gehalten, um die Flaute abzuwarten,
damit das Schiff gegen 9 Uhr 20 in Pwll Ceris einfahren konnte.
Der Wind wehte leicht bis mäßig aus nordwestlicher Richtung, und der
Lotse wusste, dass die Flaute dadurch bereits eher eintreten würde. Er
verlangte, dass das Schiff vor 9 Uhr 20 in Pwll Ceris einfahren sollte.
Erneut widersprach Captain Quinn und beharrte auf dem ursprünglichen
Zeitplan.
Um 9 Uhr 15 wurde das Unternehmen fortgesetzt. Es war kein leichtes
Unterfangen, ein Schiff von der Größe der Indefatigable in Fahrt zu
bringen, und als sie unter der Britannia Bridge herfuhr, war es bereits
9 Uhr 23. Die Cribiniau-Felsen wurden ohne große Schwierigkeiten
gemeistert, doch als querab die Insel Gored Goch auftauchte, war die
Tide bereits westwärts gewandert und floss nun mit starker Strömung
frontal gegen sie. Der Lotse wollte umkehren. Wieder weigerte sich
Captain Quinn. Das Unternehmen musste innerhalb dieses Gezeitenlaufs
abgeschlossen werden. Tausende Pfund standen auf dem Spiel.
Als sie den Craig y Pwll-Felsen erreichten, hatte die Flutströmung gegen
sie eine Geschwindigkeit von zwei Knoten, und das Schiff machte keine
Fahrt. Es zeichnete sich ab, dass sie es niemals bis zur Menai Bridge
schaffen würden. Wieder wollte der Lotse umkehren, doch Quinn
schlug seinen Rat aus.
Mittlerweile scherte die Indefatigable in dem unruhigen Gewässer
bedenklich ab. Um 10 Uhr 15 erhielt der Schlepper am Heck die Order,
dem Schlepper am Bug zur Hilfe zu eilen, und das Schiff gemeinsam nach
vorne zu ziehen. Damit hatte man eine Zeitlang Erfolg. Als die Platters-
Felsen querab lagen, führte ein Strudel dazu, dass die Indefatigable
steuerbordseits besonders stark ausscherte. Die Schlepper reagierten
nicht prompt, um das Scheren auszugleichen. Das Tau eines der beiden
Schlepper riss, trennte ihn von dem anderen Schlepper. In dem Moment
lief die Indefatigable auf Grund.
Alle Versuche, das Schiff mit der nachmittäglichen Flut wieder flott zu
machen, schlugen fehl. Durch die oberen Orlopdecks drang Wasser ein,
und das Schiff wurde in die Tiefe gerissen. Abends war die Indefatigable
gesunken, gescheitert an den Felsen und Tiden von Pwll Ceris.
Zur Untersuchung des „Unglücks“, wie der Herald schrieb, wurde ein
Komitee eingesetzt, das dem gerichtlichen Untersuchungsausschuss
Bericht erstatten sollte. Im Augenblick jedoch galt die Hauptsorge dem
Lotsen Abram Janeiro Jones, der seit dem Schiffbruch nicht mehr
gesehen worden war. Sein Wärterhäuschen in Caernarfon war leer. Ein
Zeuge wollte ihn unter den Ketten der Menai Bridge gesehen haben, doch
die Polizei bat jeden, der etwas wußte, um tätige Mithilfe.
Die Wörter des Zeitungsausschnitts verschwammen vor mir, als ich ihn
in meinem Zimmer an der Universität Liverpool las, und das Meerwasser
des Menai trat mir in die Augen. Ich senkte den Kopf und ließ den Tränen
ihren Lauf, denn der Lotse war wie ein Vater für mich gewesen. Hatte ich
nicht in seiner fernen Gegenwart meine Kindheit verbracht?
Während der Prüfungsphase träumte ich jede Nacht vom Menai. Dass
ich den Marktplatz verließ, um die Burg herum ging, um an den Kai
zu kommen. Dass ich die alten Seemänner in der Nähe der Anglesey
Tavern begrüßte, und dass sie mit einem Kopfnicken hinüber zu der halb
geöffneten Estuary Bridge deuteten. Das Wärterhäuschen stand leer, und
als ich mich wieder umdrehte, lachten die Seemänner in ihre Biergläser.
Jeden Abend lief ich an den unsteten Ufern des Menai entlang, suchte
nach dir, Janeiro, rief zum Geschrei der Austernfischer deinen Namen.
Vorbei an Waterloo Port und Llanfair-is-gaer lief ich, vorbei an dem
Wassersportzentrum in Plas Menai, an dem Hafen von Felinheli, an
Britannia Bridge, vorbei an den rauen Felsen – bevor ich in Pwll Ceris ins
Wasser sprang, mitten unter deine fantastischen Geschöpfe, Janeiro. Ich
spürte, wie ein Strudel mich nach unten riss, und jedes Mal überließ ich
mich ihm, doch nie kam ich bis auf den Grund.
Sobald der Sommer vorbei ist, muss ich Caernarfon wieder verlassen
und Richtung Osten ziehen, um Arbeit zu finden. Ich habe die Absicht,
während der Flaute nach der Flut zu gehen, dann bleiben mir nur wenige
Minuten, bevor die Tide wieder westwärts zieht. Ich will nicht, dass sie
mich zurück zum Durchbruch von Abermenai zieht, jener schmalen Lücke,
dessen Bett von der Ebbe und der Flut des Atlantik tief ausgeschwemmt
wurde.
Es tut gut, wieder an den Ufern des River Menai zu stehen, zuzusehen,
wie das Meer die Lücke, die die Grenze zwischen Môn und Arfon bildet,
mit Wasser füllt und es wieder abzieht. Ich denke an all das, was der
Menai dieser Stadt gebracht hat, und an all das, was er ihr genommen
hat. Hauptsächlich aber denke ich an die durch die Gezeiten verursachten
komplizierten Bewegungen, an die besondere Anordnung der roten und
grünen Bojen in einem Fluss mit zwei Mündungen. Und ich schimpfe auf
den Lotsen, dass er mir nicht sein Handwerk beigebracht hat.
*Môn - Anglesey in der englischen Bezeichnung - ist eine Insel vor der
Nordwestküste von Wales. Arfon (wörtlich: auf Môn) ist der Name der Gegend, die
ihr gegenüber auf dem Festland liegt.