Sie schiebt die Krümel auf dem Tisch zusammen. Zieht sie mit der Hand
bis zum Rand. An ihrem Handgelenk hängt eine Kette. Mit den Buchstaben
Mary, und untendran ist ein Handy. Agis schaut ihr zu. Nein, er will ihr nicht
helfen. Er wendet den Blick ab. Er weiß nämlich schon, was gleich passiert.
Die ganzen Krümel fallen herunter. Im Fallen bilden sie einen goldgelben
Regen. Dann einen See, vielleicht auch eine Ebene oder einen kleinen
Hügel aus winzigen Brotteilchen. Mary steht leicht gebückt da. Agis starrt
auf den Boden: „Lass, Mutter, ich kehr das mit dem Besen weg.“ Mary
schleift die Pantoffeln ins Wohnzimmer. Agis legt die Ellbogen auf den
Tisch. Die Krümel pieksen ihn in die nackten Arme.
Mary setzt sich auf das zerschlissene Sofa: Sie hält die Hände im Schoß
gefaltet und wartet geduldig. Agis kann sich schon denken warum. Er steht
auf und schaltet den Fernseher an. Ein anderes Leben umfängt sie. Mary
wird es leicht langweilig. Agis lässt sich neben ihr nieder. Er hat ihr ein
Video mit Werbespots aus den Achtzigern aufgenommen. Werbung mag
sie. Die fesselt sie. Er macht die Augen zu. Sein Arbeitslosengeld reicht
nicht für zwei.
Agis badet Mary. Er wäscht ihr die Haare mit seinen kaputten Fingern.
An denen kaut er vor Stress. Er reibt ihr die Haut mit dem Schwamm ab:
„Tu ich dir weh?“ Mary reagiert nicht. Nur die Augen haben einen trüben
Glanz. Sie mag das Wasser, es erinnert sie an etwas Vertrautes, etwas
aus ihrer Vergangenheit. Agis hasst das Alter. Die Hände mit den braunen
Altersflecken, den Körper, der sich wie ein Gummizug ausleiert. Er holt tief
Luft und trocknet ihr den Rücken ab. Mary lächelt ihm zu, denn irgendwo
tief innen kennt sie die Reihenfolge der Dinge und weiß, was jetzt gleich
kommen muss: Spazieren, spazieren? Agis nickt.
Er hilft ihr ins Auto. Dieses Auto kennt Mary genau. Die aufgeplatzten
Nähte, das verbeulte Blech, den ächzenden Auspuff. Es ist ihr bekannt
wie ein Wissen, das sie schon immer begleitet hat. Agis ist der Sklave
des Immer und der kleinen Veränderungen. Das Immer besteht
aus kleinen Veränderungen. Die kleinen Veränderungen markieren
etwas Unumkehrbares. Sie machen ihn fertig. Der Motor heult auf. Er
schaltet. Das Auto seines Vaters widersetzt sich dem Verfall. Metall ist
widerstandsfähig, der Mensch nicht. Agis’ Nähte sind wie die Geduld. Sie
bekommen Risse wie die Ledersitze. Das Auto nimmt Fahrt auf.
Mary liebt das Land. Die Bäume, die sich über ihr erheben. Die
jahreszeitlich verschiedenen Blumen. Das Grün, das nie genau dieselbe
Schattierung hat. Mary liebt das Fernsehen und das Land. Agis geht
neben ihr her. Immer genau zwei Schritte hinter ihr. Damit er reagieren
kann, wenn etwas passiert. Alte Leute fallen, die Knochen sind morsch wie
altbackenes Brot. Mary lehnt sich an einen Baumstamm. Agis beobachtet
sie. Neben dem Baum sieht sie auch ururalt aus. Sie könnte ewig leben;
ihn tyrannisieren. Es weht ein bisschen. Vielleicht kommt es zum Regnen.
Alte Leute spüren den Wetterwechsel. Vielleicht reden sie deshalb so oft
darüber. Mary ist unruhig. Ihr Blick trifft seinen. Agis beruhigt sie: Wir fahren
heim. Mary lehnt sich ein bisschen an ihn. Dann machen sie sich auf den
Rückweg. Mary voran, Agis hinter ihr. Immer zwei Schritte hinter ihr.
Jetzt regnet es wie verrückt. Ab und zu hört man in der Ferne ein
drohendes Grollen. Mary hat Angst vor Blitzen. Agis schiebt ihr eine Pille
in den Mund: Gleich ist es vorbei. Er gibt ihr Wasser zum Runterschlucken.
Mary will nicht. Ihr Mund ist trocken vor Angst, die Pille geht nicht hinunter.
Agis drückt ihr das Kinn mit den Fingern hoch. Alte Leute vergessen
manchmal zu atmen. Vielleicht auch aus Trotz. Agis beharrt nicht darauf.
Nur so erträgt er das Vielleicht. Er streicht ihr übers Haar. Seine Geduld ist
unerschöpflich. Mary schluckt die Pille.
Sie schläft in ihrem Zimmer bei halb offener Tür; nie bei geschlossener.
Agis kehrt die Krümel vom Boden. Dann spült er das Geschirr und räumt
das kleine Durcheinander auf, das zwei Menschen machen können, die
kärglich leben. Mary hat häufig Albträume. Das versteht Agis. Je mehr man
vergisst, desto mehr bemüht man sich zu erinnern. Und die Albträume
rütteln die Erinnerung wach, sie klammern sich ans Nichts, um etwas
Größeres zu werden. Mary atmet hastig. Ein schlechtes Zeichen beim
Schlafen, wenn man so angespannt ist. Agis setzt sich aufs Sofa und
schaltet den Fernseher ein.
Es ist bald drei. Die frühen Morgenstunden häufen sich immer mehr. Er
ist nicht müde. Weil er die Nächte vorzieht. Wenn Mary schläft und er
eher den Eindruck hat, dass er allein ist. Er wechselt auf einen anderen
Sender. Mary fährt aus dem Schlaf hoch. Sie ruft einen Namen: Pantelis?
Pantelis? Nein, das ist nicht er. Er heißt Agis: Verdammt noch eins. Er kniet
sich neben die Mutter: Hier bin ich. Mary öffnet die Augen und schaut ihn
eindringlich an: Pantelis. Agis weiß, dass er nicht ihr Pantelis ist und es
auch nie sein wird. Sein Problem ist nur leider, dass er ihm ähnlich sieht.
Er nimmt ihre Hand. Mary schläft wieder ein. Agis schläft auf dem Sofa.
Bei offenem Licht. Kurz vor Tagesanbruch macht er es aus. Er hat oft
Angst, dass es nicht wieder hell wird. Dann lässt er das Licht an. Seine
Angst ist abmessbar. Die nächtlichen Kilowattstunden auf dem Zähler.
Seine Albträume sind wie Mäuse. Mit den Stromkabeln nagen sie ihm das
Arbeitslosengeld weg. Er dreht sich auf die andere Seite; zugleich in den
neuen Tag.
Morgens fällt ihm das Aufstehen schwer. Nicht dass er es nicht kann. Er
will nicht. Kurz bevor er aus der Wohnung geht, bleibt er kurz vor ihrer
Tür stehen: Ich gehe jetzt weg und komme wieder. Mary öffnet die Augen.
Er hört, wie sie sich herumquält, das Bett zu verlassen. Agis macht
die Herdsicherung aus. Dann sperrt er die Tür zu. Es ist strapaziös, die
Mutter auf der Straße zu suchen. Besser, sie dreht ihre Runden in den
vier Wänden. Mary weint. Ihr Weinen ist kläglich. Wie Rinnsale, die über
spitze Steine rieseln. Es erinnert ihn an die Wasserfälle, die er als kleiner
Junge gebaut hat. Und an die geschwollenen Mandeln, die man ihm nie
herausgenommen hat. Er hat geglaubt, sie würden aufblühen. Dann ist er
groß geworden.
Agis bleibt vor der Lottostelle im Viertel stehen. Er wettet nicht. Er hat
gelernt, mit wenigem auszukommen. Und das wenige ist mehr als der
einzige Glücksfall, fünf oder sechs Richtige. Sogar die Wahrscheinlichkeiten
kosten etwas. Agis lässt sich durch die Straßen treiben. Was seine Mutter
nicht macht, das tut er. Mit dem Unterschied, dass er sich erinnert, sosehr
er auch zu vergessen sucht. Nachmittags kommt er dann immer zurück.
Kurz vor sechs. Denn Mary beruhigt die Wiederholung. Wird sie ihm fehlen,
wenn sie stirbt? Vermutlich.
Um sechs Uhr essen Agis und Mary gemeinsam oder fast immer
gemeinsam. Wenn nicht um sechs, dann kurz davor oder danach. Mary
fragt: Wann essen wir? Agis antwortet: Um sechs. Und es ist schon Viertel
nach sechs. Die Erinnerung ist stärker als die Zeit. Sie essen gemeinsam.
Die Krümel häufen sich auf der Plastikdecke. Auf den Blumenstängeln.
Unter Marys Teller. Sie liebt das Brot. Sie bohrt Gänge in die Brotstange.
Das ist der Moment, wo Agis schweigt. Ihr Fingernägel graben sich durch
die Brotkrume wie eine Schaufel in die Erde. Mary isst wenig; das restliche
Essen verstreut sie auf dem Boden. Agis tut es leid um das Brot, das
wegen einer architektonischen Laune vergeudet wird.
Agis raucht auf dem Balkon. Mary steht in der Küche. Ihre Hände berühren
die Scheibe. Agis weiß, dass sie auf ihn lauert. Der Balkon erscheint ihm
wie ein Gefängnis. Vielleicht ist er es auch. Das Gitter ist genauso hoch
wie er. Er ist nicht besonders groß. Mary hat das Gitter anbringen lassen,
als er fünf wurde. Sie hatte Angst, die Tiefe würde ihn anziehen. Agis
schaut nach unten. Wie unbedeutend die Welt ist. Mary schlägt mit der
Hand gegen die Scheibe. Agis presst das Gesicht ans Eisengeflecht. Als
die Zeit da war, hat er das Gitter nicht entfernen lassen. Es war ihm zu viel,
er vergaß es, hatte nicht das Geld. Sein Glück; er konnte es brauchen.
Mary schlägt jetzt mit beiden Händen gegen die Scheibe. Agis drückt die
Zigarette aus. Die Reihenfolge der Dinge hat eine innere Uhr. Seine Mutter
hat die Reihenfolge der Dinge geschluckt. Ein Wecker, der sie durchzuckt
wie elektrischer Strom. Auf Anhieb.
Agis tut, als ob er liest. Mary schaut fern. Agis liest. Lesen ist leichter,
als nur so tun. Mary macht sich in die Hose. Das passiert ihr nicht oft.
Nur manchmal. Ab und zu. Agis legt das Buch weg. Er mustert sie. Ihre
weißen Haare. Das knochige Gesicht. Den misstrauischen Körper. Der
Fernseher läuft. Ein anderes Leben umgibt sie. Agis beugt sich und
will sie hochheben. Mary wehrt sich: Nein. Es ist noch nicht Zeit zum
Schlafengehen. Agis zieht sie mit Gewalt fort. Er ist schockiert, wie viel
Widerstand in diesem fleischigen Körper steckt. Er hebt sie auf die Arme.
Marys Fäuste treffen ihn in den Nacken. Er zieht sie an den Haaren. Der
Fernseher läuft.
In Marys Sprache bedeutet Baden zugleich Spazierengehen. Es sind
zwei Wörter mit zeitlicher Verwandtschaft. Nach dem Baden kommt das
Spaziergehen. Die Verwandtschaft ist zwingend. Mary hebt den Kopf:
Spazieren? Agis hat nicht die Kraft. Wie soll er ihr klarmachen, dass dieses
Waschen hier nichts mit dem Spaziergang zu tun hat. Stattdessen schüttelt
er den Kopf: Es ist schon zu spät. In Marys Kopf bestimmt nicht die Zeit die
Dinge. Die Zeit lebt durch die Dinge, sie bestimmt sie nicht. Agis schüttelt
den Kopf: Morgen. Das Versprechen von morgen ist näher am Heute. Mary
verzieht den Mund, sie saugt das Morgen auf.
Wenn sich die Reihenfolge der Dinge ändert, hat das Konsequenzen.
Heute Nacht schläft Mary auf dem Sofa. Agis im Kinderzimmer. Die
Kleidung beengt ihn. Vielleicht auch der Raum. Normalerweise schläft
er auf dem Sofa. Manchmal in den Kleidern, die er den ganzen Tag über
getragen hat. Er wechselt die Seite wie Mary die Sender. Aber Mary
schläft. Er kann sie hören. Das Schleifen des Atems, der sich beeilt,
irgendwo anzukommen. Agis schläft und schläft jetzt doch nicht. In ihm
spuken die Schatten herum, die Ränder, die die Kinderposter an den
Wänden hinterlassen haben, die nicht gestrichen wurden. Agis hadert mit
dem Kind, das er einmal war. Mit dem Mann, der er nicht geworden ist. Der
Schlaf ist ein Abkommen. Ein Kompromiss mit dem, was er tagsüber getan
hat. Seit Jahren kann Agis bei Tag und Nacht nicht schlafen. Wegen dem,
was er nicht getan hat, wegen dem, was er vielleicht noch tun wird.
Agis schläft nicht. Draußen wird es hell, langsam, quälend. In seinem
Kopf zeichnen sich zwei gewölbte Hinterbacken ab. In einer durchsichtigen
Hose. Er versenkt die Hand in den Schritt. Kurz darauf ist er fertig. Er steht
auf und geht ins Bad. Ein kleiner unsichtbarer Stempel befleckt seine
Unterhose. Er sieht ihn nicht, er spürt nur, wie er sie von innen feucht
macht. Er wäscht sich gründlich die Hände, reibt die Rillen, die von den
Fingergelenken gebildet werden, mit Seife ab. Agis zieht sich aus und stellt
die Waschmaschine an. Er ist von der Taille abwärts nackt. Er steht in der
Mitte des Bades. Die Zeit ebnet die Unterschiede ein. Die Zeit und das
Programm für die Unterwäsche. Seine und die von der Mutter bei 90 Grad.
Er wickelt sich in ein Handtuch. Stellt den Boiler an und setzt sich auf den
Toilettendeckel. Er wartet, bis das Wasser warm wird. Zählt die Fliesen im
Bad. Und noch einmal. Vielleicht hat er all die Jahre einen Fehler gemacht.
Mary hängt die Wäsche auf. Agis steht hinter ihr. Bei jeder Bewegung, jeder
Abweichung von der Koordination des Körpers und der Hände bildet Agis
das Gegengewicht. Er hält die Balance. Mary ist absolut scharf darauf,
Wäsche aufzuhängen. Agis kann nicht verstehen wieso. Vielleicht fühlt
sie sich vom Klang der Wachmaschine angezogen. Das schweigende,
monotone wiederkehrende Motiv. Und die vorübergehende Schwere der
nassen Kleidung. Mary ermüdet leicht. Dann ist es an Agis, fertig zu
machen, was sie angefangen hat. Die Balance verschiebt sich. Mary sitzt
auf einem Stuhl. Ihre Augen folgen seinen Handbewegungen. Sie steht auf.
Davor fürchtet sich Agis am meisten. Wie schnell Mary jedes Mal aufsteht.
Die Hast, in der die Pantoffeln über den Marmor schleifen. Das bestimmt
das Tempo des Tages.
Agis kauft frisches Brot. Das weiße wird schon über Nacht altbacken.
Seine Finger verweilen über den dunklen Brotstangen. Die haben Ballast,
so kräftig, wie sie aussehen. Von der Verkäuferin verlangt er Weißbrot.
Aus Gewohnheit und Resignation. Mary isst das dunkle Brot nicht, es ist
kein Luxusartikel. Der einzige Luxus, den Agis kennt, sind die Krümel, die
Mary auf den Boden streut. Krümel von ihrem Luxus, den nur ein Spatz zu
würdigen wüsste. Mary erwartet ihn hinter der Tür. Sie liegt auf dem Boden.
Sie erinnert ihn an ein auf den Rücken gefallenes Insekt, das versucht,
wieder auf die Beine zu kommen. Sie hat sich nichts gebrochen. Agis
richtet sie auf. Mary lehnt sich an ihn. Agis stützt sie beim ersten Schritt.
Sie sind sich nicht einig über die Richtung. Mary klammert sich an den
Türgriff. Agis zerrt sie ins Wohnzimmer. Mary weint. Ihr Weinen ist kläglich.
Wie die Rinnsale, die über spitze Steine rieseln. Agis lässt das Brot auf der
Küchenanrichte liegen. Der Kühlschrank steht offen. Obst und Gemüse,
das gestrige Essen und die Scherben der Milchflasche liegen auf dem
Boden. Der Mittagstisch ist auf dem Boden gedeckt. Agis verzieht den
Mund. Sein Weinen bleibt innen. Wie die unterirdischen Flüsse, die vom
Zement erstickt sind.
Mary will spazieren gehen. In Marys Kopf bestimmt nicht die Zeit die Dinge.
Die Zeit lebt aus den Dingen und definiert sie häufig, so wie heute. Ihre
Zeit ist die Forderung, ist das Jetzt. Agis zieht Mary das Lieblingskleid
an. Das dunkle Kleid ist von Agis’ Seite ein Zeichen für guten Willen. Ein
Schritt zur Versöhnung. Marys Augen haben einen trüben Glanz. Im Alter
ist das Glück wie ein Wasserfall. An ihrem guten Kleid fehlt ein runder
Knopf. Ihr Glück ist so groß, dass der Knopf keinen Platz darin hat.
Agis chauffiert. Der alte Kassettenrekorder ist sinnlos. Es gibt keine
Kassetten mehr. Mary hat das Fenster halb offen stehen. Im verfrühten
Sommer wirkt das weiße Haar wie eine verschneite Sonne. Agis
schaltet. Mary liebt das Land. Die Bäume, die sich über ihr erheben. Die
jahreszeitlich verschiedenen Blumen. Das Grün, das nie genau dieselbe
Schattierung hat. Agis geht neben ihr her. Er löst ihr die Kette mit ihrem
Namen und seinem Handy vom Handgelenk. Jetzt geht er zwei Schritte
vor ihr. Mary lehnt sich an einen Baumstamm. Agis betrachtet sie aus der
Ferne. Neben dem Baum sieht sie auch ururalt aus, sie könnte ewig leben,
um ihn zu tyrannisieren. Agis geht ein paar Schritte zurück: Ich gehe jetzt
weg und komme wieder. Agis rennt. Er betrachtet seine schrumpfenden
Hände. Es sind hilflose Fäuste. Knospen, die nicht zur Blüte gekommen
sind. Ihre haben die Kenntnis und die Schwielen der Baumstämme. Sie
steht unbewegt da. Wie Äste, die sich nicht im Wind biegen.
Er sitzt auf dem zerschlissenen Sofa. Steht auf und schaltet den Fernseher
ein. Ein anderes Leben umfängt ihn. Er zählt die Münzen in seinen
Taschen. Sie reichen nicht für Zigaretten. Er versenkt die Finger tief in die
Sofaritzen; eine Stecknadel sticht ihn. Daneben ein Knopf. Der Schmerz,
den er spürt, ist ein kreisrunder Knopf.