Cristiano Cavina, geboren 1974 in Casola Valsenio, Provinz Ravenna, wächst bei seiner Mutter und den Großeltern mütterlicherseits “in einer Winzwohnung” des sozialen Wohnungsbaus auf. Zum Karneval verkleidet er sich als Pirat, auf dem Fußballplatz läuft er sich die Seele aus dem Leib und strampelt sich kilometerweit auf dem Fahrrad ab. Er hört zu, wenn die Alten erzählen, und entwickelt eine große Leidenschaft für Geschichten. Bald werden Bücher zu seiner zweiten Wohnung. Ohne es mit der Ausbildung zu übertreiben und durch Gelegenheitsjobs aller Art kommt er heil über die dunklen Jahre und fängt seinerseits zu erzählen an. Er gewinnt in einigen Literaturwettbewerben. Seine Erzählung Il Babbo Natale di Via Neri arriva prima wird in der Anthologie Il quarto re magio (Marcos y Marcos, 2002) zusammen mit Texten von Heinrich Böll, Pier Paolo Pasolini und Vittorio Tondelli veröffentlicht. Wenige Monate später erscheint sein erster Roman Alla grande. Im November 2005 erscheint sein zweiter Roman, Nel paese di Tolintesàc. Das Buch ist sehr erfolgreich und macht den Autor in Italien bekannt, es hält sich über zwei Monate auf der italienischen Bestsellerliste. 2006 gewann er den Fenice Europa Preis. Der dritte Roman, erschienen 2006, ist seiner groβden Leidenschaft, dem Fuβball gewidmet. Un’ultima stagione da esordienti verkauft sich gut und bestätigt seine treue Leserschaft. Sein vierter Roman, I frutti dimenticati erschien 2008 und weist einen erwachsenen Cavina als Protagonisten auf. 2010 veröffentlicht er wiederum mit Marcos y Marcos seinen fünften Roman, Scavare una buca. Diesmal ist Cavina nicht der Protagonist, sondern ein Minenarbeiter in einer Kalksteinhöhle.
Werke:
Alla grande (2003)
Nel paese di Tolintesac (2005)
Un'ultima stagione da esordienti (2006)
I frutti dimenticati (2008)
Scavare una buca (2010)